Die Rasse Britisch Kurzhaar

Ihren Ursprung hat die Rasse vor über 100 Jahre in England.

Die Werbeindustrie hat den Bekanntheitsgrad der Rasse deutlich ansteigen lassen. Wer kennt nicht den Teddybären aus der Sheba- oder die kleinen Bärchen aus der Whiskas-Werbung?

Der Charakter, das Aussehen und die Farbvielfalt machen die Rasse so einzigartig.

Charakter:

Die BKH ist eine nahezu perfekte Wohnungskatze. Ihr Drang in die Freiheit ist so gut wie gar nicht vorhanden. Dennoch erfreuen sie sich an einem gesicherten Balkon. Hier kann dann ausgiebig frische Luft und Sonne getankt werden.

Das Wesen der Britisch Kurzhaarkatze ist sehr angenehm. Sie ist eher ruhig und gemütlich. Ihre kinderliebe, menschenbezogene und unkomplizierte Art hat sie zu einem weitverbreiteten Hausgenossen werden lassen.

Sie möchte sanft, aber bestimmt behandelt werden und ist i.d.R. nicht wasserscheu.

Auch Britisch Kurzhaarkatzen haben ihre „fünf Minuten“ in denen sie durch die Wohnung flitzen und den Kratzbaum in Rekordgeschwindigkeit rauf und runter klettern. Bei dieser Rasse bleibt es allerdings dabei. Dann hat Katze genug und es wird sich wieder schlafen gelegt.

Eine Katze dieser Rasse, die ausschließlich in der Wohnung bzw. mit kontrolliertem Freilauf gehalten wird, kann zwischen 15 und 20 Jahre alt werden.

Aussehen:

An einer BKH muss „alles rund“ sein.

Ausgewachsen sind sie mit 2 Jahren, wobei zu diesem Zeitpunkt das Wachstum noch nicht vollendet sein muss. Katzen wiegen dann zwischen 3 und 5 kg und Kater zwischen 5 und 7 kg.

Sie hat einen muskulösen, breiten und stämmigen Körper auf kurzen kräftigen Beinen. Ihr Kopf sollte breit mit runden, vollen Wangen sein. Bei Katern sind die Wangen besonders ausgeprägt. Daher sagt man auch „Katerbäckchen“.

Das Gesicht sollte einen niedlichen offenen Ausdruck zeigen mit einer runden Schnauze und einer kurzen und breiten Nase. Diese sollte zudem eine Einbuchtung aufweisen, d.h. kein gerades Seiten-Profil besitzen.

Die Augen müssen groß und rund sein. Die Augenfarbe kann grün, bernsteinfarben oder blau sein. Die Katzenkinder haben immer blaue Augen. Die Farbe beginnt sich mit fünf bis sechs Wochen zu verändern.

Pointkatzen besitzen immer blaue Augen. Bei weißen Katzen mit blauen Augen sollte man vorsichtig sein, diese sind meist taub. Daher ist die sogenannte „Weißzucht“ verboten.

Die Ohren der Britisch Kurzhaarkatze sind klein, abgerundet und weit auseinander gesetzt.

Das Fell sollte dicht, kurz und griffig (crispy) sein und bedarf keiner besonderen Pflege. Es besitzt sehr viel Unterwolle was das Fell sehr weich macht. Bei Tabbykatzen ist es schwer ein kurzes Fell und ein schönes kontrastreiches Muster zu züchten. Deshalb muss man sich als Züchter oft entscheiden was man mit dem künftigen Wurf verbessern möchte und manchmal auch Wagnisse eingehen.

Da auch Perser eingezüchtet wurden, kann es auch vorkommen, dass es Britisch Langhaarkatzen (bzw. Highländer) gibt. Die BLH ist heute eine anerkannte Halblanghaarrasse.

Farbvielfalt:

Es gibt über 100 verschiedene Farbvariationen. Diese lassen sich in die Kategorien Vollfarben, Bicolor und Point einteilen. Des Weiteren gibt es noch die bekannte Tabby-Zeichnung. Diese kann in den Varianten mackerel (getigert), spotted (getupft), blotched (gestromt/ Räder) und ticked (geticked) vorkommen.

Ich werde hier nur die Tabbyvarianten erklären, da es sonst den Rahmen sprengen würde. Eigentlich hat jede BKH genetisch eine Tabbyzeichnung. Bei den einfarbigen Katzen verschwindet diese in den ersten Monaten (sogenannte Geisterzeichnung).

Die Musterung stammt von den Wildkatzen ab, die diese als Tarnung benötigten. Auch heute findet man viele Hauskatzen mit Musterung.

Jede Tabbykatze weist folgende typische Merkmale auf:

  • Rosafarbener Nasenspiegel mit Umrandung in der Grundfarbe
  • Das Kinn ist wesentlich heller gefärbt
  • Helle Umrandung von Augen und Ohren (sogenannte „Tabbybrille“)
  • Sichtbares M auf der Stirn in der Grundfarbe

Muster mackerel:

Diese Ausprägung der Musterung entspricht dem Wildtyp. Im Gesicht (auf den Wangen) verlaufen horizontale Linien. Von der Schulter entlang der Wirbelsäule verläuft bis zur Schwanzwurzel der sogenannte „Aalstrich“. Dünne Streifen ziehen sich vom Rücken bis zum Bauch.

Muster spotted:

Hierbei handelt es sich um das Leopardenmuster. Die Streifen sind hier in Punkte aufgelöst.

Muster blotched:

Die gestromte Musterung ist die klassische Variante. Es handelt sich dabei um eine Mutation der Musterung mackerel. Die dunklen Streifen sind breiter. Auf den Flanken befinden sich große Flecken, die von kräftigen Rädern umrundet werden. Auf den Schultern befindet sich eine Schmetterlingszeichnung.

Muster ticked:

Jedes Haar ist mehrfach hell und dunkel gebändert. Die Katze sieht einfarbig aus, da das Muster völlig aufgelöst wird. Die Musterung kommt nur an bestimmten Körperteilen vor: Kopf, Rücken, Flanken, Schwanz und die Außenseite der Beine.

Unter die Farbe Silber fallen folgende Varianten:

  • Silbertabby
  • Smoke
  • Shaded
  • Chinchilla